top of page

Printmedien

Print 1: Peter Kleindienst Trio  Wenn ich ein Vöglein wär

Peter Kleindienst – Gitarre / Florian Döling - Kontrabass / Frank Bockius – Drums, Cajon

Das Peter Kleindienst Trio stellt in seinem aktuellen Programm die neue CD Wenn ich ein Vöglein wär vor. Ausgehend von dem alten Schweizer Volkslied zeigt sich Peter Kleindienst hier von seiner jazzigen Seite. Zu hören ist rhythmisch geprägter Jazz, bei der die akustische Gitarre im Vordergrund steht. Mit Florian Döling und Frank Bockius stehen Peter Kleindienst zwei gestandene Musiker der deutschen Jazzszene zur Seite, die es verstehen, seine vertrackten Kompositionen ins Spielerische zu lotsen.

 

https://www.peterkleindienst.de/musik

 

VITAS

 

Peter Kleindienst, 1959* studierte klassische Gitarre an der Musikhochschule in Freiburg. Parallel dazu beschäftigt er sich intensiv mit Jazz und freier Improvisation. 1990 gründet er das New Jazz Ensemble zeitwärts mit dem er auf internationalen Festivals auftritt. 1994 erhält er von der Stadt Freiburg einen Kompositionsauftrag für die Bigband UpART I.G. Freiburg. Im Herbst 2001 wird beim SWR Freiburg sein Sprech-Laut-Klang-Spiel ‚Von Sinnen‘ nach Texten des französischen Philosophen Michel Serres uraufgeführt. Von März bis Oktober 2002 ist er Stipendiat im Kulturhaus ‚Zum kleinen Markgräflerhof von 1376°‘ in Basel. Im Juli 2003 erhält er für seine Komposition aus räumen für Jazz Big Band den Gustav Mahler Kompositionspreis der Stadt Klagenfurt (A). 2007 wird sein erstes Streichquartett what power art  vom Pellegrini Quartett in Bludenz(A) uraufgeführt und 2010 das zweite Streichquartett cagenmusic  vom verus quartet in Basel. 2010 und 2011 veröffentlicht er mit Malous Winternachtstraum und Waldron bringt Gefahr zwei musikalische Hörspiele für Kinder. 2014 veröffentlicht er seine zweite Solo CD, in Folge derer er 2015 in der Sendung NOWJazz vom SWR2 porträtiert wird. Peter Kleindienst initiierte 2014 die Freiburger Konzertreihe Jazz am Schönberg und ist festes Mitglied des Kuratoriums. 2021 veröffentlicht er mit dem Peter Kleindienst Trio die CD Wenn ich ein Vöglein wär. 2022 wird seine Raumkomposition FIVE G für Jazz Bigband im Paulussaal in Freiburg uraufgeführt.

 

 

Florian Döling studierte klassischen Kontrabass an der Musikhochschule in Saarbrücken und besuchte parallel etliche Jazzworkshops in Europa und in den USA.  Er spielt sowohl in Sinfonieorchestern als auch in Jazz-Formationen (von Solo bis zur Bigband) und produzierte etliche CDs unter eigenem Namen. Darüber hinaus ist er auch bei vielen weiteren Produktionen als Sideman zu hören.

Seit 1989 arbeitet er als Lehrer und Dozent. Sein besonderes Augenmerk liegt neben dem Instrumentalunterricht auf der Bandarbeit, Fortbildungen für Schüler und LehrerkollegInnen sowie auf der Entwicklung neuer Unterrichtsangebote.

1999 erhielt er für seine Kompositionstätigkeit und Bandarbeit den Zelt-Musik-Festival Preis. Sein erstes Musical "Miausical" im gleichen Jahr war der Startpunkt für eine ausgiebige Kompositions- und Librettoarbeit auch in diesem Genre. Es folgten die Musicals "Geheimnisvolle Kirchenmauern", "Magic Shoes" und "Keep Going". Die letzten zwei genannten Musicals wurden von ihm auch dirigiert.

Seit 2014 richtet sich das Hauptaugenmerk von Florian Döling - neben dem Unterrichten und dem Komponieren und Arrangieren für seine eigenen Bands/Ensembles - wieder auf die interpretatorische Arbeit als Kontrabassist.

 

https://www.flo-music.de/ueber-mich

 

Frank Bockius, geboren 1964, begann mit 10 Jahren Schlagzeug zu lernen. Bis zu seinem Abitur spielte er in regionalen Jazz-Bands und der Schul-Big-Band. Danach studierte er Rhythmik an der Musikhochschule in Trossingen (1985 - 1987) und beschäftigte sich intensiv mit Marimba- und Vibrafon.

In dieser Zeit gründeten sich die Percussions- und Performance Band DIE TIMPANICKS, sowie das Jazz Quintett whisper hot, mit denen er 15 Jahre lang verschiedene Programme, CDs und Videos schuf.

Seit 1989 ist er Lehrbeauftragter für Schlagwerk und Percussion am Rhythmikseminar der Musikhochschule Trossingen und Schlagzeuglehrer an der Musikschule Nördlicher Breisgau. Zahlreiche Workshops und Fortbildungsveranstaltungen gehören neben dem Konzertieren als Schlagzeuger und Percussionist zu seinem Wirken als Musiker und Musikpädagoge.

Neben Jazz interessiert er sich für ganz unterschiedliche Stile. So hat er sich ausführlich mit lateinamerikanischer Percussion befasst, sein momentaner Schwerpunkt sind neben dem Drumset Rahmentrommeln, Multipercussion und Cajon.

Er ist derzeit Mitglied der Stummfilmbegleitgruppe Silent Movie Music Company, des Flamenco Ensembles Madruga Flamenca, sowie des Renaissance Ensembles
Passo E Mezzo.

In seiner langjährigen Tätigkeit als Musiker war er viel im In- und Ausland unterwegs, so z.B. beim Jazzfestival Leipzig 1992, den Jazz Music Days Zypern 1999 oder dem Filmfestival Kyoto 2001 und anderen mehr.

http://www.frankbockius.de/biografie.html

Kritik

BADISCHE ZEITUNG  Freitag, 9.7.2021

Jazz

Der Freiburger Jazzbassist Dieter Ilg sorgte 1997 mit zeitgenössischen Volksliedversionen für Aufsehen. Nun nennt Gitarrist Peter Kleindienst sein Album "Wenn ich ein Vöglein wär" – doch Bass und Konzertgitarre zupfen parodistisch aneinander vorbei, Doppelgriffe mümmeln die Melodie – dann aber darf der Bandleader abheben, trällern, sich das Gefieder schütteln und fragen, was er wirklich machen würde, wenn... Der Rest des Albums vom warmen Latin-Feeling von "Lysa" mit nur vorgetäuscht schlichter Melodie bis zum Blues der Schlussnummer "Klepa" sind Kleindienst-Originale. "Thema 53" mit abgezockt-polyrhythmischem Auftakt und zackigem Riff ist ein toller Opener – das Trio mit Florian Döling (Bass) und Frank Bockius (Drums) wird zur Funkband, die ihr Material reflektiert. In "For Instruments" trotzen Kleindiensts Arpeggios der kraftvollen Melodie im Bass. "People In The Sun", rumpelt mit Marschtrommel und Pling-Plong daher und hat angetrunken staksendes Publikum im Blick, auch auf "Outside In Balance" schwankt der Boden. Modern Jazz ohne Allüren an der obertonreichen Konzertgitarre mit anregenden Partnern.

 

René Zipperlen

 

https://www.badische-zeitung.de/jazz-spielfreudige-kammermusik--203260604.html

Print 2: Ode to Brazil

 

Peter Kleindienst  -  Gitarre / Jörgen Welander - Akustischer Bass / Frank Bockius - Perkussion

Peter Kleindienst – Gitarre, Jörgen Welander - Akustischer Bass - Frank Bockius - Perkussion

Ausgehend von der spanischen Gitarre des 19. Jahrhunderts zeichnet das Trio Ode to Brazil die musikalische Entwicklung der brasilianischen Gitarrenmusik vom Choro über Samba hin zum Bossa Nova nach. Gespielt werden Werke von Pixinguinha, Ernesto Nazareth,  C.A. Jobim, Luis Bonfa, Baden Powell, Gilberto Joao sowie eigene Kompositionen.

Die Arrangements stammen aus der Feder des Gitarristen Peter Kleindienst und zeigen die klassische Gitarre in ihrer ganzen Bandbreite.  Jörgen Welander begleitet auf seinen fünfsaitigen Akustik Bass mitunter wie eine Gitarre und verschafft dadurch den Gitarrenimprovisationen einen besonderen Freiraum, was dem Trio einen besonderen Sound gibt.  Frank Bockius an Pandeiro, Cajon und Schlagzeug, verleiht der Musik einen leisen, leichten Groove mit rhythmischer Raffinesse.

it rhythmischer Raffinesse.

VITAS

 

Peter Kleindienst, 1959* studierte klassische Gitarre an der Musikhochschule in Freiburg. Parallel dazu beschäftigt er sich intensiv mit Jazz und freier Improvisation. 1990 gründet er das New Jazz Ensemble zeitwärts mit dem er auf internationalen Festivals auftritt. 1994 erhält er von der Stadt Freiburg einen Kompositionsauftrag für die Bigband UpART I.G. Freiburg. Im Herbst 2001 wird beim SWR Freiburg sein Sprech-Laut-Klang-Spiel ‚Von Sinnen‘ nach Texten des französischen Philosophen Michel Serres uraufgeführt. Von März bis Oktober 2002 ist er Stipendiat im Kulturhaus ‚Zum kleinen Markgräflerhof von 1376°‘ in Basel. Im Juli 2003 erhält er für seine Komposition aus räumen für Jazz Big Band den Gustav Mahler Kompositionspreis der Stadt Klagenfurt (A). 2007 wird sein erstes Streichquartett what power art  vom Pellegrini Quartett in Bludenz(A) uraufgeführt und 2010 das zweite Streichquartett cagenmusic  vom verus quartet in Basel. 2010 und 2011 veröffentlicht er mit Malous Winternachtstraum und Waldron bringt Gefahr zwei musikalische Hörspiele für Kinder. 2014 veröffentlicht er seine zweite Solo CD, in Folge derer er 2015 in der Sendung NOWJazz vom SWR2 porträtiert wird. Peter Kleindienst initiierte 2014 die Freiburger Konzertreihe Jazz am Schönberg und ist festes Mitglied des Kuratoriums. 2021 veröffentlicht er mit dem Peter Kleindienst Trio die CD Wenn ich ein Vöglein wär. 2022 wird seine Raumkomposition FIVE G für Jazz Bigband im Paulussaal in Freiburg uraufgeführt.

Jörgen Welander, geboren in Schweden, lebt seit Jahren in Deutschland als freiberuflicher Tubist und E-Bassist. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik in Freiburg setzte er seine Laufbahn als erfolgreicher Jazzmusiker fort.

Zu den Highlights seiner Karriere gehören mehrere Europatourneen mit "Howard Johnson & Gravity“. Er spielt regelmäßig in verschiedenen Formationen, u.a in Jazz-, Rock-, Funk- und Folkbands sowie in Projekten für Neue Musik und Theater. Er gehört zu den wenigen Tubisten Deutschlands, die die Tuba professionell in den populären Stilrichtungen als Bassist und Solist einsetzen.

http://www.welander.de/Biographie.html

Frank Bockius, begann mit 10 Jahren Schlagzeug zu lernen. Bis zu seinem Abitur spielte er in regionalen Jazz-Bands und der Schul-Big-Band. Danach studierte er Rhythmik an der Musikhochschule in Trossingen (1985 - 1987) und beschäftigte sich intensiv mit Marimba- und Vibrafon.

In dieser Zeit gründeten sich die Percussions- und Performance Band DIE TIMPANICKS, sowie das Jazz Quintett whisper hot, mit denen er 15 Jahre lang verschiedene Programme, CDs und Videos schuf.

Seit 1989 ist er Lehrbeauftragter für Schlagwerk und Percussion am Rhythmikseminar der Musikhochschule Trossingen und Schlagzeuglehrer an der Musikschule Nördlicher Breisgau. Zahlreiche Workshops und Fortbildungsveranstaltungen gehören neben dem Konzertieren als Schlagzeuger und Percussionist zu seinem Wirken als Musiker und Musikpädagoge.

Neben Jazz interessiert er sich für ganz unterschiedliche Stile. So hat er sich ausführlich mit lateinamerikanischer Percussion befasst, sein momentaner Schwerpunkt sind neben dem Drumset Rahmentrommeln, Multipercussion und Cajon.

Er ist derzeit Mitglied der Stummfilmbegleitgruppe Silent Movie Music Company, des Flamenco Ensembles Madruga Flamenca, sowie des Renaissance Ensembles Passo E Mezzo.

In seiner langjährigen Tätigkeit als Musiker war er viel im In- und Ausland unterwegs, so z.B. beim Jazzfestival Leipzig 1992, den Jazz Music Days Zypern 1999 oder dem Filmfestival Kyoto 2001 und anderen mehr.

http://www.frankbockius.de/biografie.html

 

Print 2: Ode to Brazil

Print 3  Kleindienst & Welander Duo

 

Peter Kleindienst  -  Gitarre / Jörgen Welander - Akustikbass

Das Duo besticht durch einen eigenen Sound, getragen von Arrangements, die die beiden Musiker in filigraner Feinarbeit herausgearbeitet haben. Neben Jazzstandards und brasilianischer Musik stehen auch afrikanische und europäische Stücke sowie für die Besetzung eigens geschaffene Kompositionen auf dem Programm. 

Jörgen Welander setzt seinen fünfsaitigen Acoustic Bass mitunter ein, als wäre er eine zweite Gitarre und schafft somit für Peter Kleindienst an der klassischen Gitarre einen immensen stilistischen Freiraum. Mit Virtuosität und Improvisationsfreude verflechten die Musiker ihre elf Saiten so zu brillanten, obertonreichen, bluesgetränkten Klanggebilden.

 

 

VITAS

Peter Kleindienst, 1959* studierte klassische Gitarre an der Musikhochschule in Freiburg. Parallel dazu beschäftigt er sich intensiv mit Jazz und freier Improvisation. 1990 gründet er das New Jazz Ensemble zeitwärts mit dem er auf internationalen Festivals auftritt. 1994 erhält er von der Stadt Freiburg einen Kompositionsauftrag für die Bigband UpART I.G. Freiburg. Im Herbst 2001 wird beim SWR Freiburg sein Sprech-Laut-Klang-Spiel ‚Von Sinnen‘ nach Texten des französischen Philosophen Michel Serres uraufgeführt. Von März bis Oktober 2002 ist er Stipendiat im Kulturhaus ‚Zum kleinen Markgräflerhof von 1376°‘ in Basel. Im Juli 2003 erhält er für seine Komposition aus räumen für Jazz Big Band den Gustav Mahler Kompositionspreis der Stadt Klagenfurt (A). 2007 wird sein erstes Streichquartett what power art  vom Pellegrini Quartett in Bludenz(A) uraufgeführt und 2010 das zweite Streichquartett cagenmusic  vom verus quartet in Basel. 2010 und 2011 veröffentlicht er mit Malous Winternachtstraum und Waldron bringt Gefahr zwei musikalische Hörspiele für Kinder. 2014 veröffentlicht er seine zweite Solo CD, in Folge derer er 2015 in der Sendung NOWJazz vom SWR2 porträtiert wird. Peter Kleindienst initiierte 2014 die Freiburger Konzertreihe Jazz am Schönberg und ist festes Mitglied des Kuratoriums. 2021 veröffentlicht er mit dem Peter Kleindienst Trio die CD Wenn ich ein Vöglein wär. 2022 wird seine Raumkomposition FIVE G für Jazz Bigband im Paulussaal in Freiburg uraufgeführt.

Jörgen Welander, geboren in Schweden, lebt seit Jahren in Deutschland als freiberuflicher Tubist und E-Bassist. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik in Freiburg setzte er seine Laufbahn als erfolgreicher Jazzmusiker fort.

Zu den Highlights seiner Karriere gehören mehrere Europatourneen mit "Howard Johnson & Gravity“. Er spielt regelmäßig in verschiedenen Formationen, u.a in Jazz-, Rock-, Funk- und Folkbands sowie in Projekten für Neue Musik und Theater. Er gehört zu den wenigen Tubisten Deutschlands, die die Tuba professionell in den populären Stilrichtungen als Bassist und Solist einsetzen.

http://www.welander.de/Biographie.html

Kritik

Markgräfler Tagblatt

Efringen-Kirchen Jazz-Duo begeistert in Kleinkems

Peter Kleindienst und Jörgen Welander im Dialog mit Gitarre und Bass

Ja, das passt an einem sonnigen Frühlingsnachmittag: Luftiger, inspirierender Jazz mit einer Gitarre und einem Acoustic Bass; das Publikum war zahlreich in der Kulturscheune im Eselgrien eingetroffen, um das Duo Peter Kleindienst und Jörgen Welander zu hören.

Es hat was, wenn die Musiker eines Ensembles die Möglichkeit haben, jederzeit zusammen zu spielen, wenn die Ideen da sind. Die beiden profitieren von der Nähe ihrer Wohnorte Müllheim und Auggen, das zeigt sich zum einen in der mühelosen, präzisen Koordination und in der Tatsache, dass kein Notenblatt zwischen ihnen und dem Publikum steht. Auch wenn Jazz dem Charakter nach eher etwas Improvisiertes ist, benutzen doch viele Ensembles zumindest eine Art papierene Gedächtnisstütze.

Eigene Handschrift

Das Programm der beiden zeigte eine anregende Mischung aus Eigenkompositionen und Standards, die das Duo in der ihm eigenen Handschrift arrangiert hat, wie Strayhorn-Ellingtons „Take the A Train“ oder „Good bye Pork Pie Hat“ von Charles Mingus. Brasilianisches Feuer flammte auf im Eingangsstück „Curumin“, das César Camargo Mariano den musikalischen Wunderkindern Brasiliens gewidmet hat. In den filigranen Dialogen zeigte sich die Meisterschaft der beiden Musiker: Welanders Bass schlüpfte immer wieder in die Rolle einer Gitarre, um die virtuosen Impulse von Gitarrist Kleindienst aufzunehmen und fortzuspinnen. Wenn er zu seinem Zweitinstrument ohne Bünde griff, verblüffte sein Spiel mit weichen Vibrati und vokal anmutenden Glissandi, die an das Spiel einer Posaune erinnerten. Ein afrikanisches Traditional aus Mali inspirierte die beiden zu einem Klanggemälde mit großem Tonumfang, in dem sich die imposante Weite afrikanischer Landschaften zu entfalten schien.

Vielfältige Einflüsse

n „Bossa Nr.6“, erstmals vor Publikum aufgeführt, gönnte sich Kleindienst als Komponist ein meisterliches Gitarren-Solo, das Welander mit seinem Bass dann ebenso virtuosaufgriff. Mit „Eisglitzern“ präsentierten die beiden ein weiteres Stück von Peter Kleindienst. Eine feine Komposition mit prägnantem Bass-Ostinato, in dem obertonreiche Flageoletts die Sprödigkeit von glitzernden Eiszapfen malten. „Ein bisschen zusammengeklaut und dann auch wieder nicht“, umschrieb Kleindienst schelmisch seinen „Blues in F Popular“, in dem der Bass unbeirrt seine großen Linien zieht, über denen sich die Gitarre ausleben darf. Eine Überraschung hatten die beiden am Ende auf Lager, als sie mit „Cat Plays the Drums“, ebenfalls aus der Feder Kleindiensts, ihre Instrumente in Handpans verwandelten und mit flinken Fingern ein abenteuerliches, mitreißendes Percussion-Duo entfesselten. Man hatte den Eindruck, dass das noch junge Duo sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft hat und in Zukunft weiter mit innovativen Ideen begeistern wird. Mit der Zugabe „In a Sentimental Mood“, schmeichelten die beiden dann noch einmal ausführlich der gelassenen, heiteren Grundstimmung des Nachmittags.

Dorothee Philipp 06.03.2023

 

Print 3: Kleindienst & Welander Duo
Print 4: Solo Programm

Print 4: Solo Programm

Peter Kleindienst  S T R I N G S (fx)

Peter Kleindienst - Gitarre

 

In seinem Soloprogramm STRINGS(fx)  präsentiert Peter Kleindienst Improvisationen, in denen sich seine Liebe zu neuen Klängen und die Begeisterung für polyrhythmische Strukturen spiegeln. Die Klangmöglichkeiten der Gitarre werden hier nicht elektronisch verfremdet, wie es das Kürzel fx vermuten ließe, sondern mit Hilfe von Alltagsgegenständen wie Wäscheklammern, Farbstiften, Weinkorken oder Dübel.  Dabei erklingen immer wieder verblüffende Sounds, die man mitunter kaum einer Gitarre zuordnen würde. Das klingt mitunter jazzig, hat einen Hauch von traditionellem Blues, wird kontrastiert mit Mikrointervallen und ungewöhnlichen Gitarrenstimmungen. 

VITA

 

Peter Kleindienst, 1959* studierte klassische Gitarre an der Musikhochschule in Freiburg. Parallel dazu beschäftigt er sich intensiv mit Jazz und freier Improvisation.

1990 gründet er das New Jazz Ensemble zeitwärts (hier) mit dem er auf internationalen Festivals auftritt. 1994 erhält er von der Stadt Freiburg einen Kompositionsauftrag für die Bigband UpART I.G. Freiburg. Im Herbst 2001 wird beim SWR Freiburg sein Sprech-Laut-Klang-Spiel ‚Von Sinnen‘ nach Texten des französischen Philosophen Michel Serres uraufgeführt.

Von März bis Oktober 2002 ist er Stipendiat im Kulturhaus ‚Zum kleinen Markgräflerhof von 1376°‘ in Basel. Im Juli 2003 erhält er für seine Komposition aus räumen für Jazz Big Band den Gustav Mahler Kompositionspreis der Stadt Klagenfurt (A). 2007 wird sein erstes Streichquartett what power art vom Pellegrini Quartett in Bludenz (A) uraufgeführt und 2010 das zweite Streichquartett cagenmusic  vom verus quartet in Basel.

2010 und 2011 veröffentlicht er mit Malous Winternachtstraum und Waldron bringt Gefahr zwei musikalische Hörspiele für Kinder.

2014 veröffentlicht er seine zweite Solo CD in Folge derer er 2015 in der Sendung NOWJazz vom SWR2 porträtiert wird. Peter Kleindienst initiierte 2014 die Freiburger Konzertreihe Jazz am Schönberg und ist festes Mitglied des Kuratoriums.

2021 veröffentlicht er mit dem Peter Kleindienst Trio die CD Wenn ich ein Vöglein wär 2022 wird seine Raumkomposition FIVE G für Jazz Bigband im Paulussaal in Freiburg uraufgeführt.

 

Kritik

BADISCHE ZEITUNG  25.11.2014 

Einer mit offenen Ohren

Er macht, was er will mit der Gitarre. Mal klingt sie wie ein Banjo oder ein Klavier, mal wie eine Orgel sogar. An Ausdruck und Klangfarben mangelt es dem Freiburger Peter Kleindienst nie. Sei neues Solo-Album, ohne jegliche Verstärker oder Effektgeräte eingespielt, steckt voller kleiner Wunderdinge, Miniaturen, Aphorismen, Reflexionen. Es sind insgesamt 14 aus Improvisationen geborene Stücke in unterschiedlichen Stimmungen und Stilen.

 

Sympathisch, wie sämtliche Hilfsmittel zur Klangverfremdung der Gitarre im CD-Beiheft abgebildet sind. Korken, Klarinettenblatt, Klammern oder Dübel erzeugen neue Töne und Geräusche, die unsere Hörgewohnheiten durcheinander rütteln. Django Reinhardts "Nuage" und Duke Ellingtons "Mood Indigo" klingen wie von einem anderen Stern, Melodiebögen vieler Eigenkompositionen überraschen und packen den Hörer. Bezüge sind mitunter Blues und Swing, aber auch brasilianische, afrikanische und asiatische Anklänge wären auszumachen. Peter Kleindienst ist ein Jazzmusiker, wie er im Buche steht: einer mit offenen Ohren, Genres sprengend, fern jeglicher Klischees.

Rainer Kobe

 

Print 5: Five G 

F i v e  G

eine Dramaturgie des Zufalls

Altsaxophon - Matthias Stich, Dorothea Ruf 

Trompeten - Bastian Stein, Stefan Nommensen  

Vibraphon - Michael  Kiedaisch  

Kontrabass - Florian Döling, nnb

Gesang - Neele Pfleiderer

Tenorsaxophone - Mike Schweizer, Nico Hutter 

Posaunen - Adrian Mears, Moritz Renner 

Gitarre - Peter Kleindienst  

Schlagzeug  - Michael Kiedaisch, Michael Heidepriem

 

Komposition, musikalische Leitung  Peter Kleindienst 

Five G thematisiert das Fließen von musikalischen Informationen. Es gibt kein Zentrum, das musikalische Geschehen verteilt sich auf den ganzen Konzertsaal. Die Komposition setzt sich aus Modulen zusammen, die erstmals im Konzert zusammengeführt werden.

Die Herausforderung von five G liegt darin, die richtige Mischung der Module vorauszuplanen, so als würde man das Ineinanderfließen von Farben durch Verzögerung bzw. Beschleunigung beeinflussen. Die für five G ausgewählten Musiker kommen aus dem Jazz, haben aber auch viel Erfahrung mit freier Improvisation und  Neuer Musik. Die Musiker werden im Vorfeld einzelne Module in den entsprechenden Besetzungen proben, in der Generalprobe wird vor allem die Koordination der Bewegungen der Musiker im Raum vor Ort geprobt. Das Publikum im Konzertsaal wird um zahlreiche kleine Bühnen herumgruppiert werden.

Print 5: Five G
STRINGMESS 6

Print 6 STRINGMESS

S  T  R  I  N  G  M  E  S  S

Max Zentaver, Ingmar Winkler, Rolf Peter Kienzle, Peter Kleindienst   –    Gitarren

Jörgen Welander   –    Akustikbass

Frank Bockius           Perkussion

Das von Peter Kleindienst gegründete Gitarrenensemble spielt neben bekannten Jazzklassikern wie Sweet Georgia Brown oder Pink Panther auch Latin-, Funk- sowie Balkan- und afrikanische Musik und natürlich darf Thelonius Monk nicht fehlen. Die allesamt von Peter Kleindienst geschriebenen Arrangements verweisen vor allem auf die Klangvielfalt des Instruments, können aber auch wie eine Big Band klingen. So kann man bei STRINGMESS Gitarrensolos auf Klassischen-, Western-, sowie E-Gitarren hören, ob verzerrt, clean oder verfremdet. Zusammen bringen es die Musiker von STRINGMESS auf mindestens 60 Saiten.in ein Textabschnitt.

bottom of page